Predigten

Thema 13: Das Evangelium nach Matthäus

[Kapitel 8-3] (Matthäus 8:18-22) Folgen Sie zuerst dem Herrn

(Matthäus 8:18-22)
“Als aber Jesus die Menge um sich sah, befahl er, hinüber ans andre Ufer zu fahren. Und es trat ein Schriftgelehrter herzu und sprach zu ihm: Meister, ich will dir folgen, wohin du gehst. Jesus sagte zu ihm: die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege. Und ein anderer unter den Jüngern sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. Aber Jesus spricht zu ihm: Folge du mir, und lass die Toten ihre Toten begraben!”
 

Es wird hier geschrieben: “Und es trat ein Schriftgelehrter herzu und sprach zu ihm: Meister, ich will dir folgen, wohin du gehst.” Jesus sprach dann zum Schriftgelehrten: “ die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.” Dieser Mann, der in weltlicher Hinsicht als Schriftgelehrter bezeichnet wurde, war ein hochrangiger Amtsträger. Dieser Mann von hoher Postion entschied sich, Jesus nachzufolgen und sagte zu Ihm: Meister, ich will dir folgen, wohin du gehst.” Dieser Mann hatte großen Respekt vor Jesus und wollte Ihm wirklich folgen. Er muss wirklich erkannt haben, wer Jesus war und er muss gedacht haben, dass es niemand auf dieser Welt gibt, der größer ist als Jesus.
Aber Jesus sagte zu ihm: “die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.” Als der Schriftgelehrte dies hörte, gab er wahrscheinlich auf. Obwohl er Jesus als Mensch respektierte, gab er in den Moment auf, als er erkannte, dass er von Jesus nichts zu gewinnen hatte. Der Schriftgelehrte erwartete, dass er als einer Seiner Jünger etwas von Ihm gewinnen könnte, obwohl er Jesus ursprünglich aus Respekt vor Ihm nachfolgen wollte. Aber Jesus sagte zu ihm, dass der Menschensohn nichts habe, wo Er Sein Haupt hinlege. Als der Schriftgelehrte hörte, dass Jesus kein einziges Grundstück hatte, kein eigenes Haus noch irgendetwas anderes auf dieser Welt, gab er auf.
Als einer der Jünger von Jesus sagte: “Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe”, sagte Jesus zu ihm: “Folge du mir, und lass die Toten ihre Toten begraben.”
Ein Jünger ist jemand, der seinem Meister folgt. Wenn es um die Nachfolge des Herrn für uns geht, ist das, was Jesus hier sagte, ziemlich schockierend. Jesus sagte uns, dass die weltlichen Menschen den Herrn nicht folgen können, selbst wenn sie wollen, und dass es nichts gibt, was sie gewinnen können, wenn sie dem Herrn nachfolgen. Welche weltlichen Dinge könnte jemand gewinnen, wenn er dem Herrn folgt? Als Jesus sagte, dass der Menschensohn nichts habe, wo er sein Haupt hinlege, haben die weltlichen Menschen keinen Grund, dem Herrn zu folgen.
 

Um dem Herrn zu folgen, muss man das Evangelium lieben

Einer der Jünger hier bat Jesus, ihm zu erlauben, erst seinen Vater zu begraben und dann Ihm zu folgen. Da sein Vater gestorben war, war es nicht nur angebracht für ihn, zuerst seinen Vater zu begraben und dann dem Herrn zu folgen? Dies wäre tatsächlich das Richtige, wenn man es auf der Grundlage der Ethik und der Moral dieser Welt beurteilt. Aber in der Bibel sagt Jesus: “Folge du mir, und lass die Toten ihre Toten begraben.” Wie, mit anderen Worten, könnte jemand, der sich selbst Jünger Jesu nennt, dem Herrn erst folgen, nachdem er sich um alle seine fleischlichen Angelegenheiten gekümmert hat? Will jemand dem Herrn wirklich folgen, dann muss er sich selbst verleugnen, sein Kreuz auf sich nehmen und dem Herrn folgen (Markus 8:34). Die Bibel sagt uns hier, dass wir, wenn wir wirklich Jesus Christus nachfolgen wollen, dies nur tun können, wenn wir die weltlichen Menschen sich um ihre weltlichen Angelegenheit kümmern lassen.
Lassen Sie uns darüber sorgfältig nachdenken! Wenn Sie suchen, dem Herrn zu folgen, gibt es viele Hindernisse des Fleisches, die Sie daran hindern, sich an Ihre treue Jüngerschaft zu halten. Wenn jemand dem Herr begegnet und Ihm folgen möchte, ist das erste Hindernis auf seinem Weg das Problem seiner Familie. Wenn er sich nicht um seine Familie kümmert, dann fühlt er Mitleid mit ihnen und denkt bei sich, dass er sich um sie kümmern und ihnen helfen sollte.
Nachdem ich wiedergeboren war, gab es tatsächlich eine Zeit, in der ich mit dem gleichen Problem konfrontiert war. Mein älterer Bruder verstarb plötzlich und hinterließ seine Frau, zwei Söhne und zwei Töchter, insgesamt vier Kinder. Ich liebte und betreute meine Nichten und Neffen vom Tag ihrer Geburt an. Aber der große Wendepunkt kam, dass, kurz nach dem mein Bruder verstarb, ich wiedergeboren wurde. Dann hatte ich ein Pflichtgefühl für die verlorenen Seelen und fühlte einen starken Wunsch, dem Herrn zu folgen. Mein Herz wollte einfach das Evangelium einer Person übergeben, um ihr zu helfen, die Vergebung ihrer Sünden zu erhalten. 
Aber es gab etwas, dass mich zurückhielt. Angesichts meiner Neffen und Nichten fühlte ich, dass ich Geld verdienen musste, um mich um sie zu kümmern. Es gab keine zwingende Pflicht, dass ich dies tun musste, aber ich hatte diesen Wunsch tief in meinem Herzen. Also begann ich mir Sorgen zu machen, was ich tun sollte. Natürlich können Erwachsene auf sich selbst aufpassen, aber da meine Neffen und Nichten noch immer Kinder waren und mit ihrer Mutter mit gebrochenem Herzen ohne ihren Vater lebten, fühlte ich mich verpflichtet, gut zu ihnen zu sein und mich um sie zu kümmern. Um mich um sie kümmern zu können, musste ich Geld verdienen. Genug Geld zu verdienen, um alle fünf von ihnen darunter meine Schwägerin zu unterstützen, war keine leichte Aufgabe für mich. Eine beträchtliche Menge Geld wäre erforderlich, um alle vier Kinder zu ernähren, zu kleiden und sie in die Schule zu schicken. Aber ich hatte auch das Evangelium zu verbreiten. Wenn ich dem Evangelium dienen würde, könnte ich mich nicht um sie kümmern, und wenn ich mich um sie kümmern würde, könnte ich nicht das Evangelium predigen. Also dachte ich darüber nach und ängstigte mich für eine lange Zeit, was ich tun sollte.
Nach einer Weile taf ich schließlich meine Entscheidung. Die Schlussfolgerung, zu der ich kam, war folgende: Auch wenn es wichtig für mich war, mich um meine Nichten und Neffen zu kümmern, konnte ich ihnen später helfen, wenn ich es mir leisten konnte, aber Gottes Werk war nun zu tun und konnte nicht verschoben werden, denn wenn ich das Evangelium nicht predigen würde, dann würden viele Seelen in dieser Welt in Sünde sterben. Meine Zwangslage darüber, was ich tun sollte, wurde dann gelöst. Wenn ich anstatt das Evangelium zu verbreiten, Geld für meine Familie verdient und für sie gesorgt hätte, wäre dies für vier höchstens fünf Personen fleischliches Glück gewesen. Aber wenn ich dem Evangelium dienen und dem Herrn folgen würde, würde es vielen Menschen Leben bringen und dem wahren Glück der Vielen dienen. Also traf ich nach reiflicher Überlegung meine entgültigen Entscheidung und sagte mir: “Es tut mir leid für meine Nichten und Neffen, aber ich kann dies einfach nicht tun. Es liegt nicht daran, weil ich sie nicht liebe. Ich liebe sie wirklich, aber es gibt nicht viel, was ich tun kann. Ich hoffte nur, dass sie hart arbeiten und diese Widrigkeiten überwinden würden und dass Gott sie segnen und ihnen helfen würde.” Ich stand dann auf, um dem Herrn zu folgen. 
Vieler solcher Dinge geschehen uns, während wir unsere Leben in dieser Welt leben. Wie oft haben wir nach der Wiedergeburt gefragt: “Lass mich zuerst meinen Vater begraben”? Obwohl wir durch den Glauben an Jesus wiedergeboren wurden, gibt es nicht so viele Dinge des Fleisches, die wir tun müssen? Wie viele Menschen haben wir, die unsere Versorgung brauchen? Der Jünger in der heutigen Passage sagte: “Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe”, aber, wenn er sich um alle fleischlichen Angelegenheiten kümmern würde, wann würde er dann die Zeit finden, die Werke Gottes zu tun? Deshalb sagte Jesus zu ihm: “Folge du mir, und lass die Toten ihre Toten begraben.” Er sagte dies, weil dies die Wahrheit war.
Niemand kann zwei Dinge gleichzeitig gut machen. Obwohl wir uns sowohl um unsere fleischlichen Angelegenheiten als auch um unsere geistlichen Werke kümmern wollen, können wir diese beiden Dinge niemals gleichzeitig erreichen. Selbst wenn einer talentiert genug ist, um sich um zwei Dinge gleichzeitig zu kümmern, muss er, wenn er sich an eine Sache hängt, der anderen Arbeit untreu sein. Dies liegt daran, unabhängig wie begabt er ist, es gibt eine Grenze seiner Fähigkeiten. Lassen Sie mich Ihnen ein Beispiel geben. Früher, als wir noch in der Schule waren und für die Prüfung lernten, konzentrierten wir uns auf bestimmte Fächer. Wenn wir einem bestimmten Fach ein größeres Gewicht beimessen und mehr Zeit für das Lernen aufwenden, war es nur natürlich, dass wir die anderen Fächer nicht mit der gleichen Intensität studieren konnten, und wir waren daran gebunden, ihnen weniger Aufmerksamkeit zu schenken. All dies liegt daran, weil wir endliche Wesen sind.
So müssen wir vor Gott die folgende Passage als aktuelle Angelegenheit bedenken: “Folge du mir, und lass die Toten ihre Toten begraben!” Wir müssen die Bedeutung dieser Passage erkennen und ihr folgen. Den eigenen Vater zu begraben ist nur angemessen. Das ist etwas, was wir alle tun müssen. Gibt es jemanden unter uns Wiedergeborenen, der keine angemessene Beerdigung für einen seiner verstorbenen Familienmitglieder geben würde? Jeder tut dies. Aber der Herr sprach zu Seinen wiedergeborenen Jünger darüber, was es ist, was sie zuerst tun müssen, was die Jünger, die Ihm wirklich folgen, zuerst tun müssen.
Was müssen die Gerechten zuerst tun? Sie müssen zuerst die Werke Gottes tun, dem Herrn folgen, dem Evangelium dienen, das tun, was der Herr von ihnen will, und sich führen lassen, wo immer Er sie führt. Das Leben der Jüngerschaft ist dem Herrn zu folgen. Ob wir nach unserer Wiedergeburt als Jünger der Welt bleiben oder Jünger Jesu werden, hängt davon ab, ob wir uns entscheiden, dem Herrn oder der Welt mit ihren weltlichen Werten zu folgen. Die Menschen dieser Welt denken, dass die Jünger Jesu extrem kleinlich, völlig infantil und ausgeklügelt sind, als wären sie niemand. Sie denken so auf der Basis ihrer weltlichen Maßstäben und aus dem Eigenen, aber die wahren Jünger Jesu könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Jünger Jesu denken auf einer viel höheren Ebene als die Jünger der Welt, ihre Ziele sind edel und ihre Herzen sind so groß wie die Meere. Einmal in diese Welt hineingeboren, muss jeder ein sinnvolles Leben führen, und dieses Leben zu führen ist das Leben der Jüngerschaft.
 

Wessen Jünger sind Sie?

Sind Sie die Jünger Jesu oder sind Sie die Jünger der Welt? Anders ausgedrückt, folgen Sie der Welt oder folgen Sie Jesus? Diejenigen, die Jesus nachfolgen, lassen alles auf dieser Welt beiseite und streben danach, dem Evangelium unseres Herrn zu dienen. Es sind diejenigen, die so leben, die die Jünger des Herrn sind. In Gottes Gemeinde gibt es einige Laiengläubige, die dem Herrn dienen, während sie ihre sozialen Leben leben, sich um ihre Familie kümmern und fleißig ihre Arbeiten und Unternehmen ausüben. Dies ist natürlich auch das Leben der Jüngerschaft des Herrn. Aber es gibt auch diejenigen, die Jesus nachfolgen und ganz und ausschließlich dem Evangelium des Herrn dienen. Sie sind die wahren Jünger Jesu, und sie leben das genaue Leben der Jüngerschaft.
Egal was passiert, ein Jünger folgt den Fußstapfen seines Meisters. Jesu Jünger tun das gern, was Jesus von ihnen will. Daher müssen diejenigen, die sich entschieden haben, an Jesus zu glauben und Ihm nachzufolgen, dem Herrn für immer folgen. Jesus sagte hier: “Folge du mir!”, und es ist in der Tat eine große Freude Ihm zu folgen. Was für ein großartiger Meister ist Jesus, wie allmächtig ist Er und wie gut ist unser Herr? Wenn wir dem Herrn wirklich folgen, werden wir es nie bedauern.
Wenn wir dem Herrn folgen, wird Er uns niemals verwerfen noch wird Er uns im Stich lassen. Und dem Herrn zu folgen ist niemals umsonst. Deshalb sagte der Herr Jesus zu Seinen Jüngern: “Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende” (Matthäus 28:19-20). Er sagt uns, den heutigen Jüngern, immer noch, alle Völker zu Jüngern zu machen.
Wir müssen wirklich darüber nachdenken, was wahre Jüngerschaft ist, und sorgfältig prüfen, ob wir dieses Leben der Jüngerschaft tatsächlich leben oder nicht. Wir sollten unseren vollen Terminkalender und dringende Aufgaben für eine Weile beiseite legen und dieses Thema ersthaft bedenken. Wir müssen unsere Gedanken vor dem Herrn erneut prüfen, ob wir mit unserer Entscheidung, Seine Jünger zu sein, zufrieden sind und ob wir bereit sind, dem Befehlshaber, der uns angworben hat, als Seine guten Soldaten zu gefallen (2. Timotheus 2:4). Wir müssen bestätigen, dass das Leben Seiner Jüngerschaft das kostbarste und würdigste Leben für uns ist. Und dann müssen wir unsere Herzen erneut als Seine guten Jünger aufstellen.
Meine lieben Mitchristen, der Schriftgelehrte wollte dem Herrn folgen, aber er war nicht in der Lage dies so zu tun. Er scheiterte dies zu tun, weil der Herr ihm sagte, dass es für ihn nichts zu gewinnen gäbe, wenn er Ihm folge. Er sagte: “Ich habe nichts, aber wenn du Mir dennoch folgen willst, dann folge Mir. Ich habe keinen Besitz auf dieser Welt. Aber in Wahrheit bin ich der Größte im Himmelreich, der Herr aller Herrscharren und der König der Könige. Doch ich habe nichts in dieser Welt. Füche haben ihre Gruben und die Vögel unter dem Himmel ihre Nester, aber ich habe nichts, wo ich Mein Haupt hinlege. Wenn du Mir also mit deiner weltlichen Begierde folgen willst, dann tue so, und sei dir bewusst, dass du nichts in dieser Welt gewinnen wirst. Wenn du Mir folgen willst, während du das erkennst, dann folge Mir.”
Aber zu Seinen Jüngern sagte Jesus: “Folge du Mir! Lass die Toten ihre Toten begraben, folge Mir!” Wer sind hier die Toten? Sind sie nicht diejenigen, die nicht wiedergeboren wurden? Sie sind die Menschen, die nicht an Jesus und Seinem Evangelium des Wassers und des Geistes glauben. Die Welt mag voller Hindernisse sein, und es kann schwierig für uns sein, dem Herrn zu folgen, aber wie Sie Ihr Leben leben, denken Sie daran, was unser Herr hier sagte: “Folge Mir.”
Es ist meine Hoffnung und Gebet, dass Sie sich in Ihren Herzen immer daran erinnern, dass der Herr Ihnen gesagt hat, dass Sie Ihm folgen sollen, und dass Sie dies tatsächlich tun würden.